SSV zieht in Ampfing den Kürzeren

Nach zuletzt zwei deutlichen Siegen musste der SSV Eggenfelden am Freitagabend einen Dämpfer hinnehmen. Im Duell gegen den TSV Ampfing zieht die Mannschaft von Johannes Viehbeck den Kürzeren und verliert die Nebelschlacht mit 3:1. Ampfing ist im ersten Abschnitt deutlich überlegen und geht früh durch Oliver Weichhart (4.)in Führung. Maxi Grötzinger bringt in der 51. Spielminute sein Team zurück ins Spiel und kann nach Vorarbeit von Paul Angermeier den Ausgleich erzielen. Als der SSV auf das Führungstor drückt, zieht Ampfing dem Gast jedoch spät den Zahn und kann die Partie durch Tore von Goran Divkovic(81.) und Nadil Buljabasic (93.) für sich entscheiden.

Die 200 Zuschauer im Raiffeisen Sportpark bekommen zwei unterschiedliche Hälften zu sehen, sofern sie das Geschehen aufgrund des starken Nebels überhaupt in Gänze überblicken können. Ampfing dominiert die erste Hälfte klar und geht bereits nach vier Minuten in Führung. Oliver Weichhart ist nach einer Ecke an den kurzen Pfosten zur Stelle und versenkt die Kugel per Kopf im Tor von SSV-Keeper Peter Berg. 

Die erste Halbzeit der Eggenfeldener ist geprägt von vielen einfachen Fehlern im Spielaufbau, wodurch man den TSV immer wieder zu guten Chancen einlädt. Den Anfang macht Bastian Grahovac, dessen Schlenzer Raphael Schmidhuber aber blocken kann. Nachdem sich Codrin Peii sehenswert auf dem rechten Flügel durchsetzt kommt Liviu Pantea am Elfmeterpunkt zum Abschluss. Thomas Wohlmannstetter fährt jedoch sein Bein aus und lenkt den Ball gerade noch über das Tor. Die größte Chance auf das Ampfinger 2:0 vergibt jedoch erneut Grahovac. Nach einer SSV-Ecke braucht der TSV lediglich zwei Stationen, um frei vor dem Eggenfeldener Tor zu stehen. Ein langer Ball auf den schnellen Grahovac, der von der Mittellinie weg frei auf Keeper Berg zuläuft. Dieser behält im eins gegen eins jedoch die Nerven und vereitelt diese Großchance. Kurz darauf ist es Nadil Buljabasic, der aus halbrechter Postion an Berg scheitert und Sekunden vor dem Halbzeitpfiff setzt Irfan Selimovic einen Schuss an den Außenpfosten. Die Heimelf versäumt es somit mehrmals nachzulegen und lässt die Viehbeck-Elf daher aufgrund derunzureichenden Chancenauswertung am Leben. Eggenfeldenselbst kann sich abgesehen von einer kurzen Drangphase gegen Ende der ersten 45 Minuten offensiv kaum in Szene setzen und lässt den gewohnten Kombinationsfußball vermissen.

„In der ersten Halbzeit waren wir viel zu schläfrig und sind nicht an unser Leistungsniveau gekommen. Wir hatten durchaus Glück, dass wir zur Halbzeit nicht höher in Rückstand lagen, haben es dem Gegner mit zu vielen Fehlern im Spielaufbau aber auch viel zu einfach gemacht. Zudem hatten wir im ersten Abschnitt kaum längere Ballbesitzphasen und konnten somit auch nie richtig für Entlastung sorgen“, resümiert Johannes Viehbeck die erste Hälfte. 

Nach dem Pausentee schickt Viehbeck zwei frische Kräfte auf den Rasen. Für Martin Driesel und Nico Daffner kommenValdrin Blakaj und Simon Schie, der folglich gemeinsam mit Tobias Huber in vorderster Front agiert. Paul Angermeier soll im Gegenzug seine Schnelligkeit auf dem linken Flügel ausspielen und diese Umstellung trägt auch sofort Früchte. Nach einem Ballgewinn von Daniel Kerscher an der Mittellinie wird Paul Angermeier vom umsichtigen Tobias Huber auf die Reise geschickt und dessen scharfe Hereingabe bugsiert Maxi Grötzinger zum 1:1-Ausgleich ins Netz (51.). Eggenfelden ist somit endlich im Spiel angekommen, beherrscht fortan das Geschehen und wird von seinenzahlreichen, lautstarken Fans nach vorne gepeitscht. In den Zweikämpfen agieren Huber, Kerscher und Co nun deutlich griffiger und aggressiver und kombinieren sich zu guten Tormöglichkeiten. Zuerst scheitert jedoch Simon Schie mit einem Heber, bevor Marinus Pohl einen Kopfball von Daniel Kerscher parieren kann. Und genau in der Drangphase des SSV schlägt Ampfing auf der anderen Seite eiskalt mit der ersten Chance im zweiten Durchgang zu. Goran Divkovictaucht plötzlich frei vor Keeper Peter Berg auf und versenkt den Ball in der 81. Minute ins linke Eck zum umjubelten 2:1. Eggenfelden gibt sich dennoch nicht geschlagen und spielt weiter entschlossen nach vorne. Zuerst wird Grötzinger nach feinem Zusammenspiel mit Rudlof geblockt, dann köpft Wohlmannstetter den Ball in die Arme von Keeper Pohl, bevor Rudlof freistehend aus 16 Metern den Ball volley über den Kasten setzt. Im Anschluss verzieht Bräuhauser vom Strafraumeck und Birkner tanzt zwei Gegner aus, bekommt bei seinem Abschluss aber nicht genügend Druck hinter den Ball. Besser macht es die Elf aus Ampfing, die kurz vor Ende der Partie einen Abwehrfehler des SSV ausnutzt und in Person von Nadil Buljubasic den Sack zu macht – zwei Chancen, zwei Tore, Effektivität pur auf Seiten des TSV. So geht der heimische TSV aufgrund einer starken ersten Halbzeit nicht unverdient als Sieger vom Platz und bestätigt die gute Form der letzten Wochen. 

„In der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht und haben aus meiner Sicht eine richtig gute Leistung gezeigt. Die Systemumstellung in der Pause ging auf und die beiden Einwechslungen haben frischen Wind reingebracht. Der Treffer war super herausgespielt, mit dem absoluten Willen den Ausgleich erzielen zu wollen. Wir haben es dann aber versäumt nachzulegen, weshalb es natürlich bitter ist, dass Ampfing mit dem ersten Torschuss im zweiten Abschnitt das 2:1 macht. Wir hätten hier durchaus etwas mitnehmen können, wenn wir die Leistung der letzten Wochen über 90 Minuten abgerufen hätten. Dennoch können wir auf der Leistung der zweiten Hälfte aufbauen“, so Viehbeck abschließend.

Die Statistik

SSV Eggenfelden: Berg, Bräuhauser, Kerscher, R.Schmidhuber (62. Rudlof), Wohlmannstetter, Huber, von Sommoggy (89. Birkner), Angermeier, Grötzinger, Driesel(46. Blakaj), Daffner (46. Schie).

TSV Ampfing: Pohl, Miller (54. Divkovic), Halozan, Buljubasic, Weichhart, Steppan, Pantea (90. Toma), Selimovic, Grahovac, Peii (77. Block), Popa.

SR: Richard Conrad. – 200 Zuschauer. 

Tore: 1:0 Oliver Weichhart (5.), 1:1 Maxi Grötzinger (51.), 2:1 Divkovic (81.), 3:1 Buljubasic (90. +3)

Fotos: Thomas Martner