Daniel Kerscher lässt den V jubeln

Emotionen pur im Stadion an der Birkenallee beim Last-Minute-Erfolg des Aufsteigers gegen den TSV Ampfing.

In einer umkämpften und auf Augenhöhe geführten Auftaktpartie holt der Landesliganeuling SSV Eggenfelden den ersten Sieg. Die beiden Teams egalisierten sich über weite Strecken, bis Daniel Kerscher in der 86. Minute einen Fehler der Ampfinger Defensive eiskalt ausnutzte und mit dem Lucky Punch das Eggenfeldener Stadion ausrasten ließ.

Nach 8 Wochen mit 7 Testspielen und zahlreichen Trainingseinheit konnte Coach Johannes Viehbeck endlich seine Jungs auf den Landesligarasen schicken. Sichtlich engagiert ging seine Elf das Abenteuer Landesliga an, denn bereits beim Aufwärmen war eine extra Portion Motivation zu spüren. Viehbeck nominierte die identische Elf, wie im dem letzten Test gegen den TSV Bogen. Somit bekam Michael Pitscheneder im Tor den Vorzug vor Peter Berg, während Simon Schie in vorderster Front den noch angeschlagenen Daniel Ungur (Bank) ersetzte. Die Zuschauer im gut besuchten Stadion an der Birkenallee, das von den Vereinsverantwortlichen in den vergangenen Wochen noch auf Hochglanz poliert wurde, bekamen von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch zwischen zwei ebenbürtigen Teams zu sehen. In der ersten Viertelstunde hatte der heimische SSV leichte Feldvorteile, ohne dabei zwingen vors gegnerische Tor zu kommen.

Die erste nennenswerte Aktion verbuchte Rechtsaußen Maxi Grötzinger, der nach einem öffnenden Pass von Simon Schie in den Strafraum eindringt, mit dem zweiten Kontakt jedoch zu ungenau abschließt. Nur kurz darauf versucht es

Thomas von Sommoggy aus der zweiten Reihe, Keeper Pohl taucht aber ab und klärt die Aktion souverän. Den ersten Abschluss auf Ampfinger Seite von Akdemir, der von der Mittellinie schlitzohrig versuchte SSV-Keeper Pitscheneder zu überlisten, klärt der hellwache Schlussmann problemlos.

Nach rund 30 gespielten Minuten kam Ampfing allmählich besser in Schwung und setzte offensiv mehr Akzente. Der „V“ verteidigte jedoch im Kollektiv sehr gut und die gegnerischen Angriffe prallten spätestens an den beiden Eggenfeldener Innenverteidigern Thomas Wohlmannstetter und Raphael Schmidhuber ab.

Vor dem Pausenpfiff kommt der SSV noch zu drei Gelegenheiten durch Huber, Angermeier und Daffner, die aber entweder zu ungenau abschlossen oder von einem Ampfinger Verteidiger in letzter Sekunde entscheidend gestört wurden. Auf der Gegenseite scheitert Divkovic bei seinem Schuss aus halbrechter Position an Keeper Pitscheneder und Buljubasic verzieht aus rund 25 Metern klar.

In der zweiten Hälfte kommt Ampfing besser aus der Kabine. Divkovic spritzt in der 51. Minute in einen langen Ball, verpasst diesen jedoch um Haaresbreite, sodass Pitscheneder den Ball runterpflücken kann. Sechs Minuten später war es wiederum Divkovic, der im Fünfmeterraum angespielt wird, sich drehen kann, aber nicht genügend Druck hinter den Ball bekommt.

Im weiteren Verlauf der Partie egalisierten sich die beiden Teams über weite Strecken. Die sich ergebenden Chancen verpufften meist schon im Ansatz. Keiner wollte das Visier zu weit aufmachen und es machte den Anschein, dass sich beide Seiten mit der Punkteteilung zufriedengeben würden.

Kurz vor Ende der Partie schlug jedoch die große Stunde von Daniel Kerscher, der das Stadion an der Birkenallee mit seinem Siegtreffer zum Beben brachte. Nachdem der TSV-Keeper Pohl den zweiten Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte, war der kurz zuvor eingewechselte Kerscher zur Stelle und beförderte den Ball zum umjubelten 1:0 in den Winkel. Was daraufhin geschah war Emotionen pur. Die Freude der Spieler, der Fans und der Verantwortlichen war nicht zu übersehen und nicht zu überhören.

In den letzten Spielminuten warf Ampfing nochmal alles nach vorne. Jedoch brachte die Schlussoffensive des TSV nichts mehr ein, sodass der V in seiner ersten Landesligapartie den ersten Dreier feiern konnte.

Johannes Viehbeck: „Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Hälfte waren wir sehr gut drin, haben ein sehr gutes Positionsspiel gezeigt, jedoch zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht. In der zweiten Hälfte hatte Ampfing mehr vom Spiel, wir waren nicht mehr so aktiv, sodass der Dreier am Ende ein Stück weit glücklich ist. Wir haben aber nie aufgegeben und uns so den Sieg erarbeitet.“