Verdienter Sieg beim Schlusslicht

Thallinger-Elf kann sich absetzen / Tobi Huber, Daniel Ungur und Maxi Grötzinger die Torschützen.

Die Vorzeichen waren klar, der Tabellenführer SSV Eggenfelden reiste zum Tabellenschlusslicht TSV Velden – ein klarer Sieg für den Primus setzte also man voraus. Dennoch arbeitete die SSV-Elf fokussiert in der Trainingswoche auf das Spiel gegen die Mannschaft von Spielertrainer Ralf Klingmann hin. „Wir wissen um die Stärken der Veldener und dürfen uns vom Tabellenstand nicht blenden lassen“, war sich Trainer Marcel Thallinger im Vorfeld sicher. Zumal mit Timo Schmidhuber, Martin Driesel, Benedikt Schäffler, Johannes Rudlof und Daniel Muteba gleich fünf Akteure verletzungsbedingt fehlten.

Gleich von Spielbeginn an zeigte sich das zu erwartende Bild: der SSV mit viel Ballbesitz und guten Ballzirkulationen, der TSV Velden mit großer Kampf- und Laufbereitschaft.

In der 3. Spielminute gleich die erste Topchance für den SSV Eggenfelden – eine Huber-Ecke von rechts köpfte Kapitän Thomas Wohlmannstetter wuchtig an die Querlatte.
Nur wenige Minuten später folgte bereits die Führung für den SSV. Der wieder einmal stark aufspielende Philipp Bräuhauser spielte sich gemeinsam mit Co-Spielertrainer Valdrin Blakaj durch das Mittelfeld und wurde durch ein Foul von Velden ́s Spielführer Robert Nitzl gebremst. Tobi Huber legte sich den Ball aus ca. 22 Metern zurecht und versenkte den Freistoß unhaltbar ins Tor von TSV-Keeper Peter Sedlmeier.

Fortan gab es Torabschlüsse im Minutentakt für die Rottaler. Thomas von Sommoggy schoss gut einen Meter rechts neben das Tor und Torjäger Daniel Ungur scheiterte mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern nur denkbar knapp.
In der 33. Spielminute um haaresbreite der Ausgleich für den TSV Velden. Sebastian Holzeder konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen und seine gut getretene Flanke fand den völlig freistehenden Timo Klaffl, dessen Kopfball nur denkbar knapp am rechten Pfosten vorbeiging.
Fast mit dem Halbzeitpfiff hatte Daniel Ungur nach mustergültigen Pass von Tobi Huber die Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber der starke Peter Sedlmeier parierte in dieser eins gegen eins Situation prächtig.

Nach Wiederbeginn wurde das Spiel rustikaler, auf der SSV Seite sahen Simon Schie und Daniel Ungur gelb, auf Seite des TSV Velden wurden Robert Nitzl und Patrick Rauchbart vom umsichtig leitenden Schiedsrichter Simon Leebmann verwarnt.
Durch das hohe Laufpensum schwanden die Kräfte auf der Seite der Hausherren immer mehr. Auf der anderen Seite konnte der SSV Eggenfelden mit einem Wechsel nachlegen – Maxi Grötzinger kam für Philipp Bräuhauser ins Spiel – und zog sein bestimmendes Spiel weiter konsequent durch, wodurch auch das verdiente 2:0 resultierte.
Der erst 18 jährige Dardan Gashi bediente Daniel Ungur mit einem genialen Pass in die Tiefe, dieser zog auf und davon, spielte auf den zuvor für Manuel Schmidhuber eingewechselten Paul Angermeier, der wiederum Torhüter Peter Sedlmeier umspielte und mannschaftsdienlich wieder auf Daniel Ungur ablegte. Der Torjäger hatte nunmehr keine Mühe den Ball über die Linie zu schieben. Ein sehr sehenswerter Treffer.

Im Anschluss wechselte Coach Marcel Thallinger ein weiteres mal und brachte Karl Feicht für Daniel Ungur und Daniel Kerscher für Dardan Gashi. Wieder resultierte kurz darauf das entscheidende 3:0 für den SSV. Daniel Kerscher erkämpfte sich den Ball auf halb links, spielte ins Zentrum zu Simon Schie und der Spielgestalter der Eggenfeldener bediente Maxi Grötzinger. Der zog aus 15 Meter Entferung ab und vollendete unwiderstehlich ins linke Tordreieck des TSV Velden zum verdienten Endstand.

Nächsten Samstag erwartet der SSV Eggenfelden im „vorerst“ letzten Punktespiel 2020 den TSV Langquaid im Stadion an der Birkenallee. Anstoß ist um 14:30 Uhr.

Stimmen zum Spiel – Joe Stinglhammer / Sportliche Leitung SSV Eggenfelden:
„Wir haben nach eine starken Mannschaftsleistung einen verdienten Sieg bei einem beherzt aufspielenden TSV Velden geholt. Wir werden weiter den Fokus von Spiel zu Spiel richten und erwarten nächste Woche den TSV Langquaid. Das wird eine sehr hohe Hürde für uns, die wir aber erfolgreich bestehen wollen. In dieser mehr als komischen Saison können wir ohnehin nur von Woche zu Woche schauen.“